Alex de Minaur gewinnt das ATP 500 in Rotterdam: „Aller guten Dinge sind drei“ und ein Titel, der seinen Indoor-Durchbruch bestätigt

Alex de Minaur hat es endlich geschafft.

Der Australier besiegte Felix Auger-Aliassime mit 6:3, 6:2 und sicherte sich damit den Titel beim ATP 500 ABN AMRO Open in Rotterdam. Nach zwei aufeinanderfolgenden Finalniederlagen in diesem Turnier gelang ihm im dritten Anlauf der Durchbruch – und das mit einer Leistung, die kaum Fragen offenließ.

Alex de Minaur gewinnt das ATP 500 in Rotterdam

Alex de Minaur gewinnt das ATP 500 in Rotterdam: „Aller guten Dinge sind drei“ und ein Titel, der seinen Indoor-Durchbruch bestätigt

Es war sein drittes Finale in Folge in Rotterdam. 2024 unterlag er Jannik Sinner, 2025 Carlos Alcaraz. Nun nutzte er seine Chance. „Third time lucky“, sagte er nach dem Match – ein Satz, der Erleichterung und Bestätigung zugleich transportierte.

Ein Finale, das über Tempo entschieden wurde. Alex de Minaur gewinnt das ATP 500 in Rotterdam

Das Match dauerte 78 Minuten und folgte einem klaren Muster. De Minaur kontrollierte von Beginn an das Tempo. Gegen einen Spieler wie Auger-Aliassime, dessen Spiel stark auf Aufschlag und erstem Schlag basiert, ist Rhythmusunterbrechung entscheidend.

Der Australier neutralisierte den ersten Aufschlag des Kanadiers ausreichend, um in die Ballwechsel zu kommen. Von dort aus baute er Druck über Richtungswechsel und tiefe Rückhandschläge auf. Besonders im zweiten Satz häuften sich bei Auger-Aliassime die Fehler – zwölf unerzwungene Fehler sprechen eine deutliche Sprache.

De Minaur musste nicht spektakulär dominieren. Er musste nur konsequent sein. Genau das war er.

Ein Titel mit besonderer Bedeutung

Dieser Sieg ist in mehrfacher Hinsicht wichtig.

Zum einen ist es sein erster ATP-Titel in der Halle. Damit beweist er, dass sein Spiel nicht nur auf Outdoor-Bedingungen zugeschnitten ist, sondern auch auf schnellen Indoor-Plätzen funktioniert.

Alex de Miñaur trophy

Zum anderen ist es der elfte Titel seiner Karriere – und der erste in Rotterdam nach zwei schmerzhaften Niederlagen. Solche Konstellationen erzeugen mentalen Druck. Ihn im dritten Anlauf zu überwinden, unterstreicht seine Reife.

Der Weg ins Finale

Schon im Halbfinale zeigte De Minaur seine Stabilität. Gegen Ugo Humbert gewann er 6:4, 6:3 und wehrte mehrere Breakbälle ab.

Auger-Aliassime hingegen kam mit Rückenwind ins Endspiel. Nach einem klaren 6:1, 6:2 gegen Alexander Bublik und einer Serie von acht Siegen in Folge wirkte er in Topform.

Doch Finals sind eigene Prüfungen. Und De Minaur bestand sie souverän.

Warum der Plan aufging

In der Halle ist der Aufschlag oft entscheidend. De Minaur gelang es, den ersten Schlag seines Gegners zu entschärfen und längere Rallys zu erzwingen.

Auger-Aliassime lebt von kurzen Punkten und klaren Mustern: Aufschlag, dominante Vorhand, Abschluss. Wurde dieses Muster unterbrochen, sank seine Effizienz spürbar.

De Minaur setzte nicht auf rohe Gewalt, sondern auf Präzision, Disziplin und Geduld. Er zwang seinen Gegner aus der Komfortzone – und nutzte jeden Moment der Unsicherheit.

Bedeutung für Auger-Aliassime

Für den Kanadier bleibt eine starke Turnierwoche. Dennoch zeigt das Finale, dass gegen strukturierte Rückschläger und taktisch disziplinierte Spieler Variabilität gefragt ist.

De Miñaur vs Auger Aliassime Roterdam 26

Wenn Matches länger und komplexer werden, braucht es Alternativen. Hier offenbarte sich ein Unterschied.

Rotterdam als Signal

Das ABN AMRO Open gilt als eines der prestigeträchtigsten Hallenturniere Europas. Wer hier gewinnt, sendet ein Zeichen.

Für De Minaur ist dieses Signal klar: Er ist nicht nur konstant, sondern titelreif auf höchstem Niveau.

Sein Spiel – geprägt von Bewegung, Antizipation und mentaler Stabilität – funktioniert auch auf schnellen Indoor-Bedingungen.

Rotterdam hat seinen Champion gefunden. Und Alex de Minaur hat endgültig bewiesen, dass Geduld und Beharrlichkeit sich auszahlen.

Nach oben scrollen